Wandeln Sie 2D-Bilder in 3D-Objekte oder -Szenen um. Verwendet werden dabei DICOM-Daten, Pixelebenen und Verläufe, und sogar der Fluchtpunkt-Filter kommt zum Einsatz.
Rohdaten:
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Adobe® Photoshop® CS4 Extended bietet einige neue Funktionen zum Erstellen dreidimensionaler Inhalte. In diesem Tutorial lernen Sie, geometrische 3D-Objekte mit 2D-Bildern einzuhüllen, 2D-Objekte in eine 3D-Ebene umzuwandeln und Volumenberechnungen von DICOM-Sequenzen und Pixelebenen zu erstellen. (DICOM steht für “Digital Imaging and Communications in Medicine”.) Sie erzeugen auch eine Tiefen-Map aus Grauwerten, verbinden 2D- mit 3D-Daten und erstellen kugelförmige Panoramaansichten.
Ein 2D-Bild um ein geometrisches 3D-Objekt legen
Photoshop CS4 Extended kann durch Umhüllen eines 3D-Objekts mit einem 2D-Bild einen dreidimensionalen Effekt erzeugen.
So legen Sie ein 2D-Objekt um ein 3D-Objekt:
1. Öffnen Sie in Photoshop die Datei archer_DC-2706.tif.
2. Aktivieren Sie die Ebene mit dem Foto und wählen Sie 3D > Neue Form aus Ebene > Zylinder. Ein Zylinder mit dem 3D-Bild auf der Oberfläche erscheint. Das 3D-Objekt-drehen-Werkzeug wird ebenfalls eingeblendet und erlaubt es Ihnen, das Bild entlang der X-, Y- und Z-Achse zu verschieben, zu drehen und zu skalieren.

Abbildung 1: Ein 2D-Bild um ein geometrisches 3D-Objekt legen
Anmerkung: Nachdem Sie nun ein 3D-Objekt erstellt haben, können Sie Lichtquellen und Kameras hinzufügen, das Material verändern oder das Objekt anmalen. Mit einem 3D-Objekt lässt sich eigentlich alles machen, was auch mit jeder anderen 3D-Ebene funktioniert.
Ein 2D-Bild in eine 3D-Ebene umwandeln
Photoshop CS4 Extended enthält auch eine neue Funktion, mit deren Hilfe Sie bei einfachen 2D-Ebenen ebenfalls von 3D-Funktionen profitieren. Sie können einem Bild nun eine Lichtquelle hinzufügen oder ein Bild im 3D-Raum drehen. Hierzu müssen Sie zunächst ein 2D-Bild in eine 3D-Ebene umwandeln. Und das funktioniert so:
1. Verwenden Sie die Datei archer_DC-2706.tif für diese Übung.
2. Wählen Sie 3D > Neue 3D-Postkarte aus Ebene. Sie haben ein 3D-Objekt aus einem 2D-Foto erstellt. Beachten Sie, dass das Bild nach wie vor eben erscheint.

Abbildung 2: Ein 3D-Objekt aus einem 2D-Bild erstellen
3. Wählen Sie das 3D-Objekt-drehen-Werkzeug aus dem Werkzeugbedienfeld. Mit dem 3D-Achsen-Widget können Sie das Bild drehen. Sie erkennen daran, dass es sich tatsächlich um eine 3D-Ebene handelt. Auf diese Ebene können Sie in Photoshop 3D-Kameras und Lichtquellen anwenden.

Abbildung 3: Das 3D-Objekt-drehen-Werkzeug verwenden
Räumliche Darstellung mit DICOM-Ebenen
Photoshop CS4 Extended gibt Ihnen die Möglichkeit, DICOM-Bilder aus dem medizinisch-diagnostischen Bereich in eine räumliche Darstellung umzurechnen. Eine DICOM-Sequenz besteht aus einer Reihe einzelner Querschnittsaufnahmen. So öffnen Sie eine DICOM-Sequenz:
1. Wählen Sie Datei > Öffnen und öffnen Sie die Datei legs_stacked.dcm.
2. Mit den Pfeiltasten nach oben/unten können Sie die DICOM-Bildfolge durchblättern.
3. Zum Erzeugen einer räumlichen Darstellung klicken Sie auf die Schaltfläche Alle auswählen über der DICOM-Sequenz. Damit werden alle Bilder der Sequenz markiert.

Abbildung 4: Bilder einer DICOM-Sequenz auswählen
4. Unter Optionen für den Frame-Import markieren Sie das Kontrollfeld Als Volume importieren. Klicken Sie auf Öffnen. Wenn Photoshop die DICOM-Sequenz als Volumen importiert, setzt es die Einzelbilder zu einer räumlichen 3D-Darstellung zusammen.

Abbildung 5: Eine räumliche Darstellung einer DICOM-Sequenz berechnen
Anmerkung: Beim Import einer DICOM-Sequenz enthält das 3D-Bedienfeld eine Reihe DICOM-spezifischer Rendereinstellungen.

Abbildung 6: Das 3D-Bedienfeld
5. Sie können auch eine räumliche Darstellung Ihrer eigenen Pixelebenen rendern. Wählen Sie dazu 3D > Neues Volumen aus Ebenen.
Erstellen Sie aus Grauwerten eine Tiefen-Map
Mit Photoshop CS4 können Sie auch anhand von Grauwerten eine Tiefen-Map generieren. So legen Sie eine Tiefen-Map an:
1. Öffnen Sie die Datei Gradient Map.psd.
2. Wählen Sie 3D > Neues Mesh aus Graustufen > Ebene.
Anmerkung: Auch wenn Sie von einem RGB-Bild ausgehen, betrachtet Photoshop die Luminanzwerte und berechnet daraus, welche Elemente erhöht oder gesenkt erscheinen sollen. Photoshop überhöht die hellen Bereiche und senkt die dunklen Bereiche ab. Auf diese Weise entsteht ein Eindruck räumlicher Tiefe.
3. Um die Erhöhung zu beeinflussen, verwenden Sie das 3D-Achsen-Widget. Wählen Sie den quaderförmigen Kontrollgriff in der Nähe der grünen Pfeilspitze der Y-Achse. Sobald Sie den Griff ausgewählt haben, verfärbt sich dieser gelb.

Abbildung 7: Das 3D-Achsen-Widget
4. Ziehen Sie den quaderförmigen Kontrollgriff in Richtung Ursprung nach oben, um die Überhöhung zu verringern. Ziehen Sie ihn in Achsenrichtung nach unten, um die Überhöhung zu verstärken.
Anmerkung: Das Bild ist ein vollwertiges 3D-Objekt, auf das sich auch Lichter, Kameras, Materialien usw. anwenden lassen.
2D- und 3D-Daten zusammenlegen
In Photoshop CS4 Extended können Sie 2D- und 3D-Daten zusammenlegen.
1. Kehren Sie zur Datei Gradient Map.psd zurück.
2. Erstellen Sie mit der Schaltfläche Neue Ebene erstellen am unteren Rand des Ebenenbedienfelds eine neue, leere Pixelebene.

Abbildung 8: Das Ebenenbedienfeld
3. Wählen Sie über das Symbol Vordergrundfarbe einstellen im Werkzeugbedienfeld eine Füllfarbe aus.
4. Drücken Sie Alt+Rück/Entf, um die leere Ebene mit der Vordergrundfarbe zu füllen.
5. Markieren Sie die neue Pixelebene und wählen Sie dann aus dem Bedienfeldmenü des Ebenenbedienfelds den Befehl Mit darunter liegender auf eine Ebene reduzieren. Die ursprüngliche Ebene ist weiterhin ein 3D-Objekt und die roten Daten aus der neuen Pixelebene wurden mit der Oberfläche verbunden.

Abbildung 9: Ein zusammengesetztes 3D-Objekt mit roter Einfärbung
3D-Kugelpanoramen erstellen
Eine weitere Funktion von Photoshop CS4 Extended ist die Möglichkeit, Kugelpanoramen zu erstellen. Um ein Panorama um eine 3D-Kugel zu wickeln, tun Sie Folgendes:
1. Öffnen Sie die Datei courtyard1.psd.

Abbildung 10: Eine Panoramaaufnahme
2. Wählen Sie 3D > Neue Form aus Ebene > Kugelförmiges Panorama.
3. Zoomen Sie heraus und drehen Sie das Bild. Sie erhalten eine 360°-Panoramaansicht.
4. Um die Verzerrungen am Nord- und Südpol zu verringern, verwenden Sie die im vorhergehenden Abschnitt dieser Anleitung beschriebenen Reduzierungstechniken.

Abbildung 11: Eine 360º-Panoramaansicht
Hinweis: Dieses Tutorial wurde auf Adobe.de veröffentlicht und unterliegt einer Creative Commons Lizenz.











Juli 17th, 2009 at 12:20 pm
Sehr schön! Aber warum habe ich das Symbol mit den 3D-Achsen nicht zum verändern der tiefe?
August 20th, 2010 at 12:05 am
ich habe ein problem: ich kann im menü 3D keinen einzigen punkt auswählen, also die schrift ist hellgrau, was kann ich dagegen tun, bzw. was kann der grund sein?