Public Beta zu Lightroom 2.0 veröffentlicht

Mi, Apr 2, 2008

Lightroom, Text-Tutorials

Public Beta zu Lightroom 2.0 veröffentlicht

Seit heute ist die Public Beta Version von Adobe Photoshop Lightroom 2.0 verfügbar. Ich hab mir bereits angesehen, was es Neues gibt – und es sind einige schöne Features dabei!

Dual Monitor
Mein persönliches Highlight: die Dual-Monitor Unterstützung. Endlich! Ich bin mir sicher, darüber freuen sich viele Anwender, denn das war schon ein vieldiskutiertes Thema während der Public Beta Phase von Lightroom 1.0.

Dualscreen
Links arbeiten, rechts sichten – so passt das! :-)

Nun ist es also möglich, zwei Monitore optimal auszunutzen. Aber auch wenn man „nur“ einen großen Monitor besitzt ist diese Funktion praktisch – man deaktiviert einfach die „Fullscreen“ Option und bekommt den zweiten Monitor in einem abgedockten Fenster. Dann einfach wie gewünscht nebeneinander anordnen!
Ach ja – die Dual Monitor Option funktioniert natürlich auch mit zwei Monitoren unterschiedlicher Auflösung.

Window Menü
Unter „Window > Secondary Display“ können Sie die Anzeigeoptionen für den zweiten Monitor wählen.

Metadatenbrowser
Viele Metadaten haben die Angewohnheit, direkt im Bild gespeichert zu sein: Aufnahmedatum, Kameratyp, verwendetes Objektiv und so weiter. Auch selber kann man Fotos mit Metadaten ausstatten, z.B. Stichwörter, Label oder Autoreninfo.
Nach all diesen Daten kann man in der Public Beta von Lightroom 2.0 filtern.

Auswahl im Metadatenbrowser
Diese Fotos wurden im Zeitraum zwischen 01.01.2008 und 03.02.2008 mit einer Canon EOS 400D Kamera aufgenommen, und haben ein gelbes Label.

Welche Kriterien im Metadatenbrowser zum Filtern angezeigt werden, bestimmen Sie selbst. Sie können Spalten hinzufügen und entfernen, und für jede Spalte definieren, welche Metadateninfo angezeigt wird.

Eigener Metadatenbrowser
Ein persönlich angepasster Metadatenbrowser

Smart Collections
Wir haben es in Photoshop Elements (!) bereits als Smart Alben gesehen, und nun auch hier in Lightroom: clevere Sammlungen, die sich je nach gewählten Kriterien selbst aktualisieren. Einige Beispiele sind schon vorgegeben, um Ihnen zu zeigen, was so eine Smart Collection kann.
Die Smart Collection „Recently Modified“ (= Kürzlich verändert) beispielsweise listet alle Fotos auf, deren letzte Bearbeitung nicht länger als 2 Tage zurückliegt. Das ändert sich natürlich täglich, und wird entsprechend aktualisiert.
Sie können sich selbst gewünschten Smart Collections zusammenklicken und unterschiedliche Kriterien definieren, nach denen die Bilder zusammengestellt werden.

Smart Collection
Eine Beispiel für eine Smart Collection: alle Fotos, die in den letzten 2 Monaten aufgenommen und mit mindestens 3 Sternen bewertet wurden, und im Querformat vorliegen.

An Photoshop übergeben
Schon in der ersten Version von Lightroom war die Integration mit Photoshop CS3 möglich. Zur Verbesserung des Workflows kann man nun aber einige Photoshop-Aufgaben direkt aus Lightroom ansteuern. Dazu zählt auch das Erstellen von HDR- oder Panorama-Bildern.
Das ist denkbar einfach: man wählt die entsprechenden Bilder in Lightroom aus, klickt mit der rechten Maustaste darauf und wählt „Edit in Adobe Photoshop CS3“. Im Untermenü können Sie entweder – wie gehabt – direkt zu Photoshop gehen, oder Sie erstellen ein Panorama, ein HDRI, ein Smart Object oder eine Datei, die die angewählten Bilder in einem Ebenenstapel enthält.
Photoshop startet und die gewählte Funktion wird ausgeführt.

Partielle Bildoptimierung
Im Entwickeln-Modul finden Sie ein neues Werkzeug zum Maskieren und Optimieren. Damit wählen Sie zuerst einen Bildbereich aus und können dann gewisse Anpassungen nur auf diesen Bereich anwenden. Die Auswahl erfolgt mit einem Pinsel, mit dem Sie über den gewünschten Bereich im Bild fahren. Kanten werden mithilfe der „Auto Mask“ Option erkannt, ähnlich wie beim neuen Schnellauswahl-Werkzeug in Photoshop CS3.
Jede Maske wird im Bild durch einen kleinen schwarzen Punkt angezeigt. Wenn Sie mit der Maus darüber fahren, sehen Sie die Maske. Diese sieht allerdings immer ein bisschen anders aus, als man sie gemalt hat. Probieren Sie den Maskierungspinsel ein bisschen aus, man benötigt schon ein wenig Fingerspitzengefühl dafür, finde ich.

Selektive Bearbeitung
Die gezeichnete Maske, rechts die Optionen für dieses neue Bearbeitungswerkzeug

Belichtung, Helligkeit, Sättigung, Klarheit und Farbton – das sind die fünf Funktionen, die Sie dann verändern können, und die ausschließlich auf den gewählten Bereich angewendet werden.

Bildpaket
Im Drucken Modul können Sie Ihre Bilder jetzt auch als Bildpaket ausgeben. Dafür stehen Ihnen Vorlagen zur Verfügung, Sie können sich Ihre Bildpakete aber auch selber zusammenklicken. Auch Schnittmarken (Cut Guides) kann man einblenden.

Bildpaket
Mit wenigen Klicks können Sie jetzt auch Bildpakete ausgeben.

Software runterladen und testen
Unter http://labs.adobe.com/technologies/lightroom können Sie die Public Beta von Adobe Photoshop Lightroom 2.0 herunterladen und selber testen.

Adobe weist darauf hin, dass Kataloge der Public Beta nicht in Lightroom 1.x lesbar sind. Daher wird ein Backup des bestehenden Katalogs dringend angeraten. Außerdem sollte Betasoftware grundsätzlich nicht produktiv eingesetzt werden.
Anwender von Lightroom 1.x können die Public Beta ohne Eingabe einer Seriennummer nutzen. Wer keine Vorversion besitzt kann mit der Public Beta für 30 Tage arbeiten.

Interview zu Lightroom
Marcus Rieß, Business Development Manager bei Adobe, hat auf www.photoshop-podcast.de ein exklusives Interview zur neuen Public Beta von Lightroom gegeben.
Interview mit Marcus Rieß ansehen

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